gewerbliche Halle zu verpachten Industriegebiet Efringen-Kirchen
Efringen-Kirchen, Baden-Württemberg
- Fläche
- 300 m²
- Pacht
- 1.500 EUR/Monat
- Verfügbar
- nach Absprache
Halle pachten für Lager, Produktion oder Maschinen: Hier finden Sie aktuelle Angebote für Kalt- und Warmhallen und erfahren, welche technischen und rechtlichen Punkte Sie vor dem Pachtvertrag klären sollten.
gewerbliche Halle zu verpachten Industriegebiet Efringen-Kirchen
Efringen-Kirchen, Baden-Württemberg
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Wer eine Halle pachten will, braucht eine Fläche, die genau zur eigenen Nutzung passt. Ein Versandhändler achtet auf Rampen und Regalhöhe, ein Metallbaubetrieb auf Kran und Starkstrom, ein Landmaschinenhändler auf breite Tore und befestigte Außenflächen. Das Angebot reicht von der einfachen Kalthalle bis zur beheizten Produktionshalle mit Büro- und Sozialräumen.
Oben sehen Sie aktuelle Angebote aus der Pachtbörse von Pacht.de. Darunter erfahren Sie, welche Hallentypen es gibt, wie Sie technische Angaben richtig lesen, wovon der Preis abhängt und was in den Vertrag gehört. Auch wer eine Lagerhalle pachten oder eine landwirtschaftliche Halle gewerblich nutzen möchte, findet hier die entscheidenden Prüfpunkte.
„Halle“ ist ein weiter Begriff. Wer die eigene Nutzung genau beschreiben kann, findet schneller das passende Objekt, denn davon hängen Ausstattung, Preis und Genehmigungslage ab.
Rechtlich entscheidet der Inhalt des Vertrags. Bei der Miete dürfen Sie die Halle gebrauchen, bei der Pacht zusätzlich die Früchte ziehen, also Erträge aus dem Objekt selbst (§ 581 BGB). Eine leere Lagerhalle wird deshalb rechtlich meist gemietet, auch wenn im Inserat von Pacht die Rede ist. Um Pacht handelt es sich eher, wenn Sie eine eingerichtete Produktionshalle mit Maschinen oder einen laufenden Betrieb übernehmen.
Für die Praxis ist der Unterschied geringer, als er klingt: Auf die Pacht sind viele Regeln des Mietrechts entsprechend anzuwenden. Unterschiede gibt es vor allem bei den Kündigungsfristen und beim mitgepachteten Inventar, das der Pächter in der Regel erhalten muss.
Eine Pacht erspart die Anfangskosten eines Neubaus und lässt sich dem Bedarf anpassen. Wer eine Halle pachten kann, statt selbst zu bauen, bleibt beweglich, wenn sich Aufträge oder Sortiment ändern. Typische Pächter sind:
Gerade beim Unterstellen von Fahrzeugen lohnt ein Blick auf die Genehmigung, denn viele Hallen sind dafür ursprünglich nicht vorgesehen. Mehr dazu im Abschnitt zum Baurecht.
Bevor Sie eine Halle pachten, sollten Sie die technischen Daten mit Ihrem Bedarf abgleichen. Lassen Sie sich die zentralen Werte schriftlich bestätigen und prüfen Sie sie bei der Besichtigung.
Fragen Sie nach der nutzbaren Fläche ohne Stützen, Einbauten und Verkehrswege. Für Regale zählt die lichte Höhe bis zur Unterkante der Dachkonstruktion, oft als Unterkante Binder angegeben. Die Traufhöhe bezeichnet dagegen die Höhe bis zur Traufe, also zur unteren Dachkante an der Außenwand, und sagt wenig über die nutzbare Innenhöhe. Bei Sprinkleranlagen ist zusätzlich ein Abstand zwischen Lagergut und Sprinklern einzuhalten.
Die zulässige Belastung des Hallenbodens wird in Kilonewton oder Tonnen je Quadratmeter angegeben. Hochregale erzeugen hohe Punktlasten an den Regalfüßen, Gabelstapler zusätzliche Radlasten. Prüfen Sie Risse, Fugen und Ebenheit, besonders wenn Schmalgangstapler fahren sollen, denn sie stellen hohe Anforderungen an den Boden.
Anzahl, Breite und Höhe der Tore bestimmen, wie schnell be- und entladen werden kann. Für Lkw sind Rampen mit Überladebrücken praktisch, für Transporter und Stapler ebenerdige Tore. Prüfen Sie, ob ein Sattelzug auf das Gelände fahren, rangieren und wenden kann und ob es Flächen für Wechselbrücken, Container und Pkw gibt. Befestigte Außenflächen sind oft ebenso wertvoll wie die Halle selbst.
Bei beheizten Hallen lohnt ein Blick auf Heizsystem, Dämmung und die Verbrauchswerte der Vorjahre. LED-Beleuchtung senkt die Stromkosten, eine gleichmäßige Ausleuchtung das Unfallrisiko. Für Maschinen braucht es genug Anschlussleistung. Arbeiten Beschäftigte in der Halle, gelten die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung, etwa zu Toiletten, Pausenräumen und Beleuchtung; vorhandene Büro- und Sozialräume sind dann ein echter Vorteil.
Größere Hallen sind in der Regel durch Brandwände in Brandabschnitte geteilt. Je nach Größe und Nutzung können Sprinkler, Rauch- und Wärmeabzug, eine Brandmeldeanlage und Feuerwehrzufahrten vorgeschrieben sein. Die Vorgaben ergeben sich aus Baugenehmigung und Brandschutzkonzept, bei Industriebauten auch aus der Industriebaurichtlinie der Länder. Sie bestimmen, wie viel brennbares Material Sie wo und wie hoch lagern dürfen.
Die Pacht wird frei verhandelt und meist je Quadratmeter und Monat angegeben. Wo sie im Einzelfall liegt, hängt vor allem von diesen Faktoren ab:
Anhaltspunkte für ortsübliche Preise bieten die Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse, Marktberichte regionaler Immobilienverbände und vergleichbare Angebote in der Pachtbörse. Rechnen Sie die Nebenkosten immer mit ein, bevor Sie Angebote vergleichen.
Kurzfristige Verträge über einige Monate eignen sich für Saisonware, Projekte oder die Überbrückung eines Umbaus. Langfristige Verträge schaffen Sicherheit für Investitionen in Regale, Krananlagen oder einen Büroausbau, oft mit Verlängerungsoptionen und Wertsicherungsklausel. Soll der Vertrag länger als ein Jahr laufen, muss er mindestens in Textform geschlossen werden (§ 578 in Verbindung mit § 550 BGB, über § 581 Abs. 2 BGB auch für die Pacht); sonst gilt er als auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Je nach Vertrag kommen Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Wasser, Abwasser, Niederschlagswasser, Heizung, Strom und Winterdienst hinzu, außerdem die Wartung von Toren, Brandmeldeanlage und Sprinklern. Lassen Sie sich die Abrechnung des Vorjahres zeigen. Prüfpflichten für Tore, Krananlagen und Regale sollten klar einer Seite zugeordnet sein.
Das Gebäude versichert in der Regel der Eigentümer. Als Pächter brauchen Sie meist eine Inhaltsversicherung für Waren, Maschinen und Einrichtung sowie eine Betriebshaftpflicht. Stimmen Sie die geplante Lagerung mit dem Verpächter ab, damit auch dessen Gebäudeversicherer Bescheid weiß: Eine höhere Brandlast, etwa durch Kunststoffe, Reifen oder Lithium-Akkus, kann Beiträge und Bedingungen verändern.
Das Übergabeprotokoll hält den Zustand von Boden, Toren, Dach, Technik und Außenflächen fest, dazu Fotos, Zählerstände, Schlüssel, Handsender und mitverpachtetes Inventar wie Regale oder Kran. Am Vertragsende dient es als Vergleich. Eigene Einbauten müssen Sie in der Regel zurückbauen, wenn nichts anderes vereinbart ist; eine Kaution oder Bürgschaft ist üblich.
Jede Halle ist für einen bestimmten Zweck genehmigt. Ändert sich die Nutzung wesentlich, etwa von Lager zu Produktion oder von Werkstatt zu Veranstaltungsraum, kann eine Baugenehmigung für die Nutzungsänderung nötig sein. Die Bauaufsicht prüft dann unter anderem Brandschutz, Stellplätze und Lärmschutz; für Veranstaltungen gelten je nach Größe zusätzliche Regeln.
Landwirtschaftliche Hallen stehen häufig im Außenbereich, also außerhalb bebauter Ortsteile und ohne Bebauungsplan. Dort sind Bauten nach § 35 BauGB in der Regel nur für bestimmte privilegierte Zwecke zulässig, vor allem für die Landwirtschaft. Wer eine solche Halle pachten und gewerblich nutzen will, etwa als Lager eines Handwerksbetriebs oder zum Unterstellen von Wohnmobilen und Booten, braucht in der Regel eine Genehmigung für die Nutzungsänderung. Ob sie erteilt wird, hängt vom Einzelfall ab; fragen Sie vorab bei der Bauaufsichtsbehörde nach und machen Sie den Vertrag im Zweifel von der Genehmigung abhängig.
Wer Farben, Lacke, Öle, Gase oder Chemikalien lagern will, muss besondere Vorschriften beachten, etwa die Technischen Regeln für Gefahrstoffe und die Vorgaben für Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen. Je nach Art und Menge sind Auffangwannen, getrennte Lagerbereiche, Lüftung oder eigene Genehmigungen nötig. Klären Sie mit dem Verpächter, ob die Halle dafür geeignet und zugelassen ist, und informieren Sie Ihren Versicherer.
Dieser Überblick ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte zur zulässigen Nutzung gibt die Bauaufsichtsbehörde; bei Verträgen hilft eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt, bei Gefahrstoffen die Fachkraft für Arbeitssicherheit, die Berufsgenossenschaft oder die Industrie- und Handelskammer.
Geben Sie oben im Suchfeld eine Postleitzahl oder einen Ort ein und wählen Sie einen Umkreis von 25, 50, 100 oder 200 Kilometern; die Kategorie ist vorausgewählt. Mit den Filtern grenzen Sie nach Fläche, Preis und Verfügbarkeit ein und unterscheiden private und gewerbliche Anbieter. Sortiert nach Entfernung sehen Sie schnell, wo Sie in Ihrer Nähe eine Halle pachten können, die zu Ihrem Bedarf passt.
Interessante Inserate legen Sie auf die Merkliste in Ihrem Konto. Fragen an Anbieter stellen Sie über das Nachrichtensystem von Pacht.de, Ihre E-Mail-Adresse bleibt dabei privat. Ist nichts Passendes dabei, geben Sie kostenlos ein Gesuch auf, mit Angaben zu Fläche, Höhe, Nutzung, Region und Zeitraum, damit Verpächter Sie finden.
Eigentümer können ihre Halle auf Pacht.de inserieren. Nennen Sie nutzbare Fläche, lichte Höhe, Bodentraglast, Tore, Heizung, Stromanschluss und die genehmigte Nutzung, und zeigen Sie Fotos von innen und außen. So können Interessenten früh einschätzen, ob das Objekt passt.
Ein Kaltlager ist unbeheizt und eignet sich für Waren, die Frost und Temperaturschwankungen vertragen. Ein Warmlager ist beheizt oder temperiert und wird für empfindliche Güter und feste Arbeitsplätze gebraucht; es verursacht höhere Nebenkosten.
Das hängt vom Angebot ab. Manche Verpächter vergeben Flächen schon für einige Monate, andere nur langfristig. Nennen Sie in Ihrer Anfrage oder Ihrem Gesuch den gewünschten Zeitraum.
Nicht ohne Weiteres. Im Außenbereich ist das in der Regel eine genehmigungspflichtige Nutzungsänderung. Klären Sie die Genehmigung, bevor Sie den Vertrag unterschreiben.
Das regelt der Vertrag. Oft trägt der Pächter die Kosten für Anlagen, die er selbst nutzt, der Verpächter die für das Gebäude. Wichtig ist eine eindeutige Zuordnung.
Nur mit Zustimmung des Verpächters. Wer Flächen an andere Betriebe weitergeben will, sollte die Erlaubnis direkt in den Vertrag aufnehmen.